Gemeindebibliothek

August-Bebel-Str. 231 c, 09474 Crottendorf
Ansprechpartnerin: Frau Steinz
Telefon: 037344 / 7153
E-Mail: bibo(at)crottendorf.de

  • ca. 15.000 Bücher, Videos, Kassetten, Zeitschriften
  • Multimedia
  • Benutzercomputer
  • öffentliche Internetarbeitsplätze
  • Klassenführungen, Autorenlesungen, Veranstaltungen, Ausstellungen etc.

Öffnungszeiten:

Dienstag

10.00 - 12.00 Uhr & 13 - 17.00 Uhr

Donnerstag

10.00 - 12.00 Uhr & 13 - 17.00 Uhr

Die Chronik der Bücherei

Die Bücherei wurde am 7. Februar 1883 von Herrn Pfarrer Bernhard John als "Volks- und Schülerbibliothek Crottendorf" ins Leben gerufen. Sie befand sich in der damaligen Schule, Haus Nr. 112 und hatte einen Buchbestand von ca. 70 Bänden. Nach Pfarrer John betreuten die Vorsitzenden eines besonderen Bibliothekausschusses, die Herren Pfarrer Merz, Kirchschullehrer Göpelt und Schuldirektor Walther die Bücherei. Der erste gedruckte Katalog vom Jahre 1889 verrät uns einen Bestand von 520 Büchern. Aus den Titeln der Bücher und auch der Ausleihzeit, nämlich Sonntags anschließend an den Gottesdienst, gewinnt man den Eindruck, dass die Bücherei überwiegend kirchlich orientiert war.

Als 1898 die untere Schule fertiggebaut war, bekam auch die Bücherei dort einen Raum. Vom Jahre 1915 berichtet die Kirchenchronik von Pfarrer Merz: "Die Volks-und Schülerbücherei ist schön und reichhaltig (1859 Bücher), wird gut verwaltet und auch viel benutzt. 1929 schrieb der Gemeinderat , die Volksbibliothek erfreut sich eines ausserordentlich starken Zuspruchs. Dies liegt im wesentlichen darin, dass die hiesige Bevölkerung sich in überwiegender Zahl aus Arbeiterkreisen zusammensetzt. Diese sind selbst nicht in der Lage, mit Rücksicht auf ihr geringes Einkommen, sich grössere Anschaffungen in Büchern leisten zu können. Wir halten es daher für eine unbedingte Pflicht, gerade diesen Kreisen durch die Volksbibliothek eine gute und zuverlässige Bildungsmöglichkeit zu bieten.

In der nationalsozialistischen Zeit sowie vor allem in den 50er Jahren wurde die Anschaffung der Bücher politisch reglementiert. So überprüfte eine Kommission den gesamten Buchbestand. Bis zur Wende waren die Räumlichkeiten der Bücherei sehr beengt und es gab auch immer Schwierigkeiten mit der Beheizung. Im Jahre 1950 befand sich die Bücherei ein paar Monate im Haus Annaberger Str. 69 (neben ehemals Konsum).

Von 1955 bis 1993 war sie im Rathaus untergebracht.

Seit Anfang der 70er Jahre wurde die Bücherei hauptamlich geleitet. 1984 übernahm Frau Christine Wagler diese interessante Arbeit. Mit der Wende 1989 standen dann etwas größere Räumlichkeiten im Rathaus zur Verfügung. Der Buchbestand musste aktualisiert werden - eine große Hilfe dabei waren auch umfangreiche Buchgeschenke aus unserer Partnergemeinde Feucht. Die Bürgerinformation, d. h. die kostenlose Verteilung von Ratgeberbroschüren des Bundespresseamtes Bonn wurde mit in die Bücherei integriert.

Durch den Kauf des ehemaligen WEDRU-Gebäudes durch die Gemeinde ergab sich dann die einmalige Gelegenheit, außer Unterrichtsräumen und verschiedenen Fachkabinetten für die Schulen auch attraktive Räume für die Bücherei zu bekommen. Dies wurde dann auch dank der sehr guten Unterstützung des Gemeinderates sowie der Bereitstellung von Fördermitteln möglich. Am 10.02.93 war es dann soweit und die Wiedereröffnung in neuen Räumen konnte stattfinden. Seitdem ist die Bücherei nicht nur "Ausleihstelle", sondern hier wird auch oftmals gleich gelesen, aus Büchern für Schüleraufträge und Vorträge kopiert, gemalt, gebastelt, Spiele gemacht. Vielfältige Veranstaltungen wie Schriftstellerlesungen, Rätsel- und Bastelstunden, Klassenführungen, Büchereiquiz, Vorlese- und Malwettbewerbe, Musikveranstaltungen u. a. finden von Zeit zu Zeit statt.

Der Bestand an Büchern, CD`s, Tonbandkassetten, Videos und Spielen ist auf mittlerweile ca. 15000 Bestandseinheiten angewachsen. Ca. 1300 Benutzer sind angemeldet, auch aus den umliegenden Orten. Die Bibliotheksarbeiten können seit 1994 per Computer erledigt werden. Seit Januar 2001 sind öffentliche Internetarbeitsplätze verfügbar, die Besucher haben die Möglichkeit dies täglich zu nutzen.