Weihnachten

Ein Besuch in der Advents- und Weihnachtszeit ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Aus fast jedem Haus leuchten Adventssterne, in jedem Fenster steht ein Schwibbogen, Bergmann und Engel. Ohne diese Stimmung kann kein Erzgebirger sich Weihnachten vorstellen. Seit alters her werden in Crottendorf die erzgebirgstypischen Kunstarbeiten des "Klöppelns" und "Schnitzens" gepflegt. Durch Laubsägearbeiten entstehen Schwibbogen und Pyramiden, gedrechselt werden Nussknacker und Räuchermännchen.

Weihnachtsbergausstellung bei Frieder Günther

Postanschrift
Güterweg 108 e
09474 Crottendorf

Kontakt
Telefon: 037344 8980
Webseite: www.weihnachtsberg-crottendorf.de

Einen sehenswerten Weihnachtsberg nennt der Crottendorfer Frieder Günther sein Eigentum. Auch in diesem Jahr wird er aufgebaut und kann von Interessenten besichtigt werden. Der Berg steht in einer Ecke mit einer Schenkellänge von ca. 2 x 2 m. Er beinhaltet Ausschnitte aus der erzgebirgischen Tradition sowie einen orientalischen Teil, der durch die Weihnachtsgeschichte unterstrichen wird, welche in einem 15 min. Programm erzählt wird. Auf dem Berg sind ca. 80 meistbewegliche Figuren zu finden. Sie werden durch ca. 15 Elektromotoren angetrieben. Früher wurde der Berg mittels eines Uhrwerkes betrieben. Nach einigen technischen Verbesserungen werden die Elektromotoren nun automatisch angesteuert.

Weihnachtsbergausstellung & Ausstellung "Kristallwelten"

Postanschrift
Pfarrteichweg 109
09474 Crottendorf

Kontakt
Telefon: 037344 8892

Besichtigung nach telefonischer Voranmeldung

Wenn am Wochenende der Weihnachtsmarkt Crottendorf seine Pforten öffnet, dann gibt es nicht nur stimmungsvolle Programme, sondern auch viele außergewöhnliche Höhepunkte sind zu erleben. Über den mechanisch, orientalischen Weihnachtsberg der Familie Siegbert Schwind kann man echt nur staunen. Als Meisterleistung der Miniaturschnitzerei zeigt der Berg die biblische Geschichte von der Geburt Jesus bis zu seiner Auferstehung und das in allen Facetten, originalgetreu und mit beweglichen Figuren. Wenn sich der Vorhang im Haus von Siegbert Schwind hebt, dann geht es auf eine Reise in die Vergangenheit, wie sie so noch niemand dargestellt hat. Die Einmaligkeit des orientalischen Weihnachtsberges besteht in der Authentizität und der Komplexibilität der biblischen Szenen, die exakt auf Personen und die damalige Zeit bezogen sind. Alles ist noch original und stilecht, angefangen bei den Farben bis hin zum aufwendigen Antrieb. Geschaffen wurde der Weihnachtsberg von seinem Großvater, dem Miniaturschnitzer Karl Schwind, in den Jahren von 1880 bis 1920. Die Aufwendigkeit zeigt sich in den 173 Figuren, von denen 143 beweglich sind. 2 Jahre lang hat Siegbert Schwind als gelernter Maler, Bergmann und Techniklehrer das Wunderwerk restauriert. Dargestellt werden alle relevanten Begebenheiten, angefangen bei der Verkündung, über Jesus Geburt, das Abendmahl bis hin zur Auferstehung. Ein weiteres Meisterwerk der Miniaturschnitzerei entstand im Jahr 1926 mit dem Bergwerk der "Steinkohle". Hierbei präsentiert Karl Schwind seine Arbeitswelt als Bergmann, von der Mechanik bis zu den Arbeitsbedingungen im Berg. Es lohnt sich also bei Familie Schwind vorbeizuschauen.

Crottendorfer Pyramide auf dem Marktplatz

Entwurf
Leiter der "AG Schnitzen" Crottendorf, Siegfried Gläser

Ausführung
"Arbeitsgemeinschaft Schnitzen" Crottendorf, heute Schnitzverein "Schnitzsparte Heimatliebe Crottendorf gegr. 1930" e.V.

1. Pyramidenanschieben
29. November 1975

Maße
6,00 m hoch

Das Pyramidenanschieben erfolgt stets am Freitag vor dem 1. Advent pünktlich um 17.00 Uhr mit der "Original Crottendorfer Blasmusik" e.V.

Als Vorlage für die Crottendorfer Pyramide diente ein Weihnachtsbaum. Geschuldet der damaligen Zeit vermied man bewusst christliche Motive. Sie sollte vielmehr aus unserem Brauchtum heraus entstehen. Die Pyramide wurde in 3 Etagen aufgeteilt. In der unteren Etage sind erzgebirgische Figuren wie Schäfer, Waldmann, Waldfrau, Pilzsammler und Nachtwächter, in der mittleren Etage die Bergleute und in der obersten Etage die Rehe. In über 2.000 ehrenamtlichen Stunden schufen hauptsächlich die Schnitzer Achim Drechsler, Siegfried Gläser, Ralf Gräbner, Adolf Ludwig, Helmut Richter, Günther Süß, Hans Wendrock und Günter Wendrock die Pyramide.

Walthersdorfer Pyramide auf dem Dorfplatz

Besonderheit
achteckig, in der Form dem Schul- und Rathausturm nachempfunden

Maße
3,80 m hoch

Die Arbeitsgruppe Weihnachtspyramide hatte am 14. Dezember 2004 ihre erste Zusammenkunft. Erste Modelle wurden bis 18. Januar 2005 angefertigt, um die Größe der Pyramide festzulegen. Am 22. Februar 2005 hatte Rene Demmler das 1. detailierte Modell fertig, es war Grundlage für die heutige Pyramide. Am 14. November 2005 war der Fototermin für das Werk. Zwischen 2004 und 2005 lag eine arbeitsreiche Zeit. Die Stunden der geopferten Freizeit sollen hier nicht erwähnt werden.

Die Erbauer der Weihnachtspyramide hoffen, dass sie für Walthersdorf ein schönes Schmuckstück geschaffen haben und es soll lange dem Ort erhalten bleiben.

Hans Pabsdorf
Im Namen aller Pyramidenbauer